Der Begriff „Multikapitalien“ stammt aus der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und aus nachhaltigen Wirtschaftsmodellen. Er beschreibt die verschiedenen Arten von „Kapital“, die ein Unternehmen oder eine Gesellschaft besitzt und für ihr Handeln nutzen kann (nicht nur Geld, sondern auch andere Ressourcen, die für das Gemeinwohl entscheidend sind).
Während in der klassischen Wirtschaft meist nur Finanzkapital (Geld, Anlagen, Gewinn) zählt, bemisst die GWÖ Erfolg und Wohlstand anhand von mehreren Kapitalien, die alle nachhaltig gepflegt werden müssen.
Die fünf Multikapitalien der Gemeinwohl-Ökonomie sind:
Naturkapital (Rohstoffe, Böden, Wasser, Luft, Klima ökologisch nachhaltig nutzen)
Beziehungskapital (Vertrauen, Kooperation, soziale Beziehungen, Netzwerk in Bezug auf Mitarbeitende und externe Partner sowie die Gemeinschaft)
Humankapital (Wissen, Fähigkeiten, Kreativität, Gesundheit, Motivation von Menschen, fair fördern)
Strukturkapital (Organisationsstrukturen, Technologien, Patente, Prozesse effizient, transparent und nachhaltig gestalten)
Finanzkapital (Geld, Sachwerte, Investitionen nachhaltig einsetzen, nicht nur zur Profitmaximierung)
Mit dem Ziel, Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen zu etablieren, liegt unser Fokus darauf, aktiv das Naturkapital in der unternehmerischen Praxis zu verankern.