Vereint, für eine lebenswerte Umwelt, die bleibt

Wir machen Nachhaltigkeit zum neuen Normal

Von Pionierunternehmen gegründet, setzen wir uns dafür ein, dass ein Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen gelebte Realität wird. Unser Vorgehen: Umweltschutz in die Logik der Wirtschaft integrieren und nachhaltiges Handeln für alle attraktiv machen. So befähigen wir Unternehmen, Städte und Gemeinden, Verantwortung für ihre Umweltauswirkungen zu übernehmen.

Unser Anspruch

Mehr.Wert ist, wenn es sich für alle lohnt

 

Wir sind überzeugt, der Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise gelingt, wenn wir alle Interessengruppen mitnehmen und ein einfach verständliches Vorgehen schaffen, in dem sich die Veränderung für jede:n lohnt. Ein Grundprinzip dabei ist, die Systeme, in denen wir handeln, wie Wirtschaft oder Gesellschaft, aus ihren bestehenden Logiken heraus weiterzuentwickeln.

Drei Merkmale zeichnen uns bei unserem Vorgehen besonders aus: Wir denken und handeln ganzheitlich, integrativ und interdisziplinär. Das bedeutet, wir machen an Fach-, System- oder Strukturgrenzen nicht halt, sondern verbinden Prozesse, Interessengruppen oder Methoden so miteinander, dass die Transformation zu einem Wirtschaften und Leben innerhalb planetarer Grenzen in Bewegung kommt.

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Fotografie Großstadt mit Park

Der Mehr.Wert-Kompass

Orientierung auf einen Blick

Von unseren Werten über den Mehr.Wert-Standard bis hin zu Zielgruppen, Handlungsfeldern und vielem mehr. Entdecken Sie hier unseren strategischen Kompass.

Die Grafik zeigt den Mehr.Wert-Kompass. Darin sind alle strategischen Themen, Rahmenbedingungen, Werte, Ziele, Zielgruppen, etc. vereint, die das Handeln des Vereint Mehr.Wert e.V. leiten.

Zweck, Vision, Mission und Werte

Das Fundament auf dem Mehr.Wert wächst

 

  • Vision
  • Mission
  • Zweck
  • Werte
  • Aufgaben
  • Kontext

Wir streben nach einer Welt, in der es normal ist, innerhalb der planetaren Grenzen zu wirtschaften und zu leben. Alle Unternehmen, Städte und Gemeinden übernehmen Verantwortung für ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.

Die Natur ist unser aller Lebensgrundlage. ​Sie bedingt die Existenz allen Lebens. Sie ist der Ausgangspunkt eines menschenwürdigen Lebens, der sozio-kulturellen Emanzipation und der sozio-ökonomischen Entwicklung der planetaren Gemeinschaft. Mit dieser Überzeugung treten wir an.

Wir geben der Umwelt einen Wert und machen nachhaltiges Handeln zum neuen Normal.

​Im Zentrum davon steht der Mehr.Wert-Standard, der ganzheitliches ​Denken und Handeln fördert.​

​Auf dieser Basis befähigen wir gesellschaftliche Akteure, entwickeln unseren Ansatz wissenschaftsbasiert und praxistauglich weiter, erarbeiten co-kreative Lösungsansätze und nehmen Einfluss auf Diskurs- und Entscheidungsfindungsprozesse.​

Der Zweck unseres Vereins ist die Förderung des Umwelt- und Klimaschutzes sowie die Förderung der Volks- und Berufsbildung.

Unsere Kulturwerte leiten uns in unserem gemeinsamen Handeln – im Team, mit den Mitgliedern, mit Partner:innen und allen weiteren Stakeholdern. Im Kern ist es unser tiefstes Bedürfnis, eine Atmosphäre zu schaffen, die von Wertschätzung geprägt ist. In dieser Atmosphäre sollen sich alle einbringen können und wollen. Gemeinsam möchten wir kreativ werden, um an zukunftsweisenden Lösungen zu arbeiten.

Vielfalt ist für uns nicht nur die Grundlage eines gesunden Ökosystems, sondern auch eines jeden innovativen Teams: Wo Menschen mit unterschiedlicher Vita zusammenkommen, entstehen Ideen, die über die Grenzen des Bestehenden hinausgehen und essenziell etwas bewegen können.

Mit folgenden Werten glauben wir, die Kultur, die wir für unsere Arbeit brauchen, in Kürze beschreiben zu können: Wir sind weltoffen, co-kreativ, authentisch, entschlossen, humorvoll und transparent.

Alles, was wir tun, muss unserem hohen Leistungsanspruch genügen. So soll jedes Angebot, jedes Format, jedes Produkt, etc. folgenden Werten gerecht werden: ganzheitlich konzipiert und interdisziplinär entwickelt, wissenschaftsbasiert und zugleich praxistauglich, disruptiv und erlebbar Mehr.Wert-stiftend.

GUH-Standard

• Weiterentwickeln des GUH-Standards gemäß aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen
• Erarbeitung von Konformitätsprogrammen für Produkte, Unternehmen, Stadtquartiere
• Entwicklung und Bekanntmachung des GUH-Siegels

Umweltbildung

Edukative Aufklärung rund um die GUH-Themen wie regeneratives Wirtschaften, Ökobilanzierung und Umweltauswirkungen, Umweltkosten, umweltreale Preise als Beitrag zum Ansatz der „wahren Kosten“, fachgerechte Renaturierung (Biodiversitätsaufbau) etc.

Verein

• Gewinnung neuer Anwender des GUH-Standards
• Weiterentwicklung des Vereins, zu einer politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten und richtungsgebenden Kompetenzstelle

Das Themenspektrum, in dem wir wirken:

Planetare Grenzen

Das Konzept der planetaren Grenzen (englisch: Planetary Boundaries) beschreibt ein wissenschaftliches Rahmenwerk, das die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde festlegt, innerhalb derer die Menschheit sicher agieren kann, ohne die Stabilität des Erdsystems zu gefährden. Das Konzept wurde 2009 von einem internationalen Forscherteam um Johan Rockström (Stockholm Resilience Centre) vorgestellt. Ziel war, die ökologischen „Sicherheitsgrenzen“ für die Menschheit wissenschaftlich zu quantifizieren.

Die Grundidee dabei ist, dass die Erde biophysikalische Prozesse besitzt (z. B. Klima, Ozeane, Biodiversität, Stickstoffkreislauf), die relativ stabile Bedingungen schaffen – wie die, unter denen sich die menschliche Zivilisation in den letzten 10.000 Jahren entwickeln konnte. Wenn der Mensch diese Prozesse zu stark stört, kann das Erdsystem in einen anderen, möglicherweise weniger lebensfreundlichen Zustand kippen.

Wir setzen uns dafür ein, ein Wirtschaften innerhalb der planetaren Grenzen zu ermöglichen und als das neue Normal zu etablieren. Der Mehr.Wert-Standard stellt dabei ein konkretes Werkzeug zum Erreichen dieses Ziels dar.

Soziale Fundamente

Der Begriff „soziale Fundamente“ bezieht sich auf die Grundbedürfnisse und Mindeststandards, die allen Menschen zustehen, damit sie ein würdiges, sicheres und erfülltes Leben führen können. Er stammt ursprünglich aus der Erweiterung des Konzepts der planetaren Grenzen durch die Ökonomin Kate Raworth in ihrem Modell der „Doughnut-Ökonomie“ (2012).

Während die planetaren Grenzen aufzeigen, wie weit menschliche Aktivitäten gehen dürfen, ohne das Erdsystem zu destabilisieren, zeigen die sozialen Fundamente, was jeder Mensch mindestens braucht, um ein gutes Leben zu führen. Zwischen diesen beiden Grenzen liegt der „sichere und gerechte Handlungsraum für die Menschheit“. Darin sind die ökologischen Systeme stabil und soziale Bedürfnisse erfüllt.

Wir verstehen ökologische Nachhaltigkeit als Grundvoraussetzung für die Sicherung der sozialen Fundamente. Deshalb setzen wir all unsere Energie in die Etablierung und Weiterentwicklung des Mehr.Wert-Standard und weitere Begleitmaßnahmen, wie das Umwelt Mehr.Wert-Siegel. Perspektivisch streben wir an, unsere Angebote auch noch stärker in Hinblick auf die Sicherung der sozialen Fundamente auszuweiten.

Gemeinwohl

Der Begriff „Gemeinwohl“ bezeichnet das Wohl aller Mitglieder einer Gemeinschaft – also das, was einer Gesellschaft insgesamt zugutekommt, im Gegensatz zu rein individuellen oder privaten Interessen. Es umfasst alle Bedingungen, die es Menschen ermöglichen, würdig, sicher, gerecht und nachhaltig miteinander zu leben. Es geht also nicht nur um materiellen Wohlstand, sondern auch um soziale Gerechtigkeit, Freiheit, Gesundheit, Bildung, Umweltschutz und Mitbestimmung. Grundsätzlich sollten gesellschaftliche Entscheidungen, Gesetze oder Handlungen darauf ausgerichtet sein, das Leben der Allgemeinheit zu verbessern.

Daraus leitet sich das Konzept der Gemeinwohlökonomie ab, zu dem wir mit unserer Arbeit einen Beitrag leisten. Die Gemeinwohlökonomie (GWÖ) ist ein alternatives Wirtschaftsmodell, das darauf abzielt, die Wirtschaft am Gemeinwohl statt am reinen Profitstreben auszurichten. Konkreter bedeutet das: Erfolg wird gegenwärtig in der Wirtschaft an Gewinn, Wachstum und der Kapitalrendite gemessen. Die Gemeinwohlökonomie will das ändern. Erfolg soll sich dadurch definieren, inwiefern ein Unternehmen zum Wohl von Mensch und Umwelt beiträgt. Der Mehr.Wert-Standard ermöglicht ein konkretes Handeln im Kontext des Gemeinwohls sowie fundierte Daten, die u. a. zur Bewertung von gemeinwohlorientiertem Erfolg genutzt werden können.

Das Ziel ist eine ethische Marktwirtschaft, in der wirtschaftliches Handeln nicht nur legal, sondern auch moralisch sinnvoll ist – also Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Mitbestimmung fördert.

 

Multikapitalien

Der Begriff „Multikapitalien“ stammt aus der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und aus nachhaltigen Wirtschaftsmodellen. Er beschreibt die verschiedenen Arten von „Kapital“, die ein Unternehmen oder eine Gesellschaft besitzt und für ihr Handeln nutzen kann (nicht nur Geld, sondern auch andere Ressourcen, die für das Gemeinwohl entscheidend sind).

Während in der klassischen Wirtschaft meist nur Finanzkapital (Geld, Anlagen, Gewinn) zählt, bemisst die GWÖ Erfolg und Wohlstand anhand von mehreren Kapitalien, die alle nachhaltig gepflegt werden müssen.

Die fünf Multikapitalien der Gemeinwohl-Ökonomie sind:

Naturkapital (Rohstoffe, Böden, Wasser, Luft, Klima ökologisch nachhaltig nutzen)
Beziehungskapital (Vertrauen, Kooperation, soziale Beziehungen, Netzwerk in Bezug auf Mitarbeitende und externe Partner sowie die Gemeinschaft)
Humankapital (Wissen, Fähigkeiten, Kreativität, Gesundheit, Motivation von Menschen, fair fördern)
Strukturkapital (Organisationsstrukturen, Technologien, Patente, Prozesse effizient, transparent und nachhaltig gestalten)
Finanzkapital (Geld, Sachwerte, Investitionen nachhaltig einsetzen, nicht nur zur Profitmaximierung)
Mit dem Ziel, Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen zu etablieren, liegt unser Fokus darauf, aktiv das Naturkapital in der unternehmerischen Praxis zu verankern.

Kostenwahrheit

Die Kostenwahrheit (auch „True Costs“) ist ein zentraler Aspekt des Mehr.Wert-Ansatzes. Der Begriff bedeutet, dass alle Kosten eines Produkts, einer Dienstleistung oder einer wirtschaftlichen Aktivität vollständig erfasst und berücksichtigt werden – nicht nur die direkten finanziellen Kosten, sondern auch die ökologischen, sozialen und langfristigen Kosten. In der Wirtschaft werden bei der Preisbildung derzeit kaum (meist keine) externen Kosten, die beispielsweise durch Umweltverschmutzung, Gesundheitsbelastung oder Klimaschäden verursacht werden, berücksichtigt. Diese werden vergesellschaftet. Das Ziel im Kontext der Kostenwahrheit ist, dass jene, die Ressourcen verbrauchen oder Schaden anrichten, die wahren Kosten dafür tragen. Dadurch würde ein gerechter Markt im Sinne der Nachhaltigkeit entstehen: Umweltschonende Produkte würden beispielsweise aller Voraussicht nach günstiger sein, als konventionell hergestellte. Das Ergebnis wären realistische, gerechte Preise und ein nachhaltiger Wettbewerb, der Investitionen in zukunftsfähige Innovationen fördert.

Die Berechnung und Internalisierung von Umweltkosten im Zuge des Mehr.Wert-Standards befähigen Unternehmen, Städte und Gemeinden, umweltreale Preise zu etablieren und so maßgeblich zur Kostenwahrheit beizutragen.

Regeneration

„Regeneration“ beschreibt die Fähigkeit eines Systems, sich selbst zu erneuern oder wiederherzustellen, nachdem es belastet, geschädigt oder genutzt wurde. Es geht also um die Wiederherstellung von Ressourcen und Funktionen. In diesem Kontext gibt es Konzepte wie die regenerative Wirtschaft oder die regenerative Landwirtschaft. Modelle, bei denen versucht wird, der Natur Raum und Zeit zu geben, damit sie sich so erholen kann, dass sie wieder leistungsfähig für uns Menschen ist.

Mit dem Kompensationsmodell des Mehr.Wert-Standards ermöglichen wir es Unternehmen, Regeneration verursachungsgerechter zu unterstützen. Sie können in Höhe ihrer Umweltkosten in die ökologische Aufwertung degradierter Flächen, Wälder, Landwirtschaftsgebiete oder sogar Stadtquartiere investieren.

Resilienz

Der Begriff „Resilienz“ beschreibt die Fähigkeit eines Systems, einer Gemeinschaft oder einer Person, sich nach Störungen, Krisen oder Belastungen zu erholen, anzupassen und weiterhin funktionsfähig zu bleiben. Ein Synonym dafür wäre „Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit“.

Die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der Natur wiederherzustellen, ist eines unserer zentralen Ziele.

Generationengerechtigkeit

Das Konzept der „Generationengerechtigkeit“ (auch intergenerationelle Gerechtigkeit) beschreibt die Verantwortung der heutigen Generationen gegenüber zukünftigen Generationen. Es geht darum, dass die heutigen Entscheidungen nicht zulasten der Lebensqualität und Ressourcen der Menschen in der Zukunft getroffen werden. Die Faustregel ist: „Heute so handeln, dass morgen noch alle gut leben können“. Das Prinzip ist zentral in der Nachhaltigkeit, den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung und im Doughnut- bzw. Gemeinwohl-Modell. Mit den Angeboten des Vereins arbeiten wir daran, dass Generationengerechtigkeit gelebte Realität wird.

Leistungsangebote

So schaffen wir Mehr.Wert

Konsument:innen, CEOs, Bürgermeister:innen und Bürger:innen, Wissenschaftler:innen, Journalist:innen und Politiker:innen haben (mindestens) eines gemeinsam: Sie treffen permanent Entscheidungen, die in Summe den Weg, den wir als Menschheit einschlagen, bestimmen. Mit unserem stetig wachsenden Leistungsangebot, befähigen wir diese Gruppen, umweltschonende Entscheidungen zu treffen.
Die Grafik zeigt eine Übersicht der Leistungsangebote des Vereint Mehr.Wert e.V.
  • Mehr.Wert-Standard
  • Umwelt Mehr.Wert-Siegel
  • Mehr.Wert-Erleben
  • Mehr.Wert-Forschung
  • Mehr.Wert-Lobby

Mit dem Mehr.Wert-Standard bieten wir einen wissenschaftsbasierten Prozess, der es Unternehmen, Städten und Gemeinden ermöglicht, ihr Umweltwirken ganzheitlich zu verbessern (Analyse und Reduktion der Umweltauswirkungen und Internalisierung sowie verursachungsgerechterer Ausgleich verbleibender Umweltkosten). Die dahinterliegende „Circular Ecosystem Compensation“ (CEC) Methode entwickelten wir gemeinsam mit der TU Berlin und der TU Braunschweig.

Das Umwelt Mehr.Wert-Siegel launchen wir im Januar 2026. Es wird umweltwertiges Handeln zum glaubwürdigen Wettbewerbsvorteil machen: Es bietet Anwender:innen des Mehr.Wert-Standards die Möglichkeit, ihr Vorgehen und ihre Erfolge transparent, rechtssicher und mit Leichtigkeit an ihre Zielgruppe zu kommunizieren. Konsument:innen können durch dieses Zeichen souverän und einfach umweltbewusste Kaufentscheidungen treffen.

Mehr.Wert-Erleben umfasst alle unsere Befähigungs-, Bildungs- und Netzwerkformate, die Unternehmen, Gemeinden, Konsument:innen, Bürger:innen und weitere Stakeholder dafür begeistern und dabei unterstützen, ihr Umweltwirken entsprechend aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verbessern.

Mehr.Wert-Forschung umfasst die stetige Weiterentwicklung aller Themen rund um den Mehr.Wert-Standard. Dafür initiieren und begleiten wir z. B. wissenschaftliche Forschungsvorhaben, Unternehmensprojekte oder einzelne Pilotversuche.

Als Mehr.Wert-Lobby setzen wir uns dafür ein,  dass umweltwertiges Handeln politisch gefördert und gefordert wird.

Historie

Der Weg zu Vereint Mehr.Wert

Alles beginnt mit einem weitreichenden Vorhaben: 2016 entschließt sich Dirk Gratzel, am Ende seines Lebens keine Umweltschulden zu hinterlassen. Doch das Vorgehen dafür muss erst noch entwickelt werden. Schließlich geht es weit über das Thema „Klimaneutralität“ hinaus.

Gemeinsam mit einem Wissenschaftler:innen-Team um Prof. Dr. Finkbeiner von der TU Berlin berechnet Dirk – nach Aussage der Wissenschaftler als erster Mensch – seine persönliche Ökobilanz. Daraufhin reduziert er seinen ökologischen Fußabdruck, so weit es geht. Doch was passiert mit der Restschuld?

Mit Prof. Dr. Ahn von der TU Braunschweig und einem Team aus Naturschutzexpert:innen entwickelt Dirk den Umweltwert. Dieser ist vereinfacht erklärt die monetäre Summe aller Aufwände, die getätigt werden, um kaputte Ökosysteme ganzheitlich naturschutzfachlich zu renaturieren. Durch das Zusammenspiel von Umweltkosten und Umweltwert kann Dirk effektiv daran arbeiten, seine Restschuld verursachungs- und umweltgerechter auszugleichen.

In Summe entsteht ein völlig neuer Nachhaltigkeitsansatz, der auf bewährten und zugleich aktuellsten wissenschaftlichen Methoden basiert.

Die Resonanz auf das Projekt ist groß. dm-drogerie markt erprobt Dirks Ansatz als erstes Unternehmen und ist überzeugt von dessen Potenzial. Doch es braucht Nachahmende. Viele. Alle. Ein standardisierter, für alle identisch anwendbarer und überprüfbarer Prozess muss (weiter-)entwickelt und etabliert werden.

Et voilà, da kommen wir ins Spiel: Damit in Zukunft alle Verantwortung für ihre Umweltkosten übernehmen – und vereint Mehr.Wert schaffen können, schreiben von nun an wir diese Geschichte fort.

Wir überführten bereits den Ansatz in einen Standard. Derzeit entwickeln wir mit einem unabhängigen Zertifizierungspartner ein Konformitätsprogramm und dazu ein Siegel, das den Mehr.Wert-Standard erfolgreich im Markt etablieren, Nachahmer akquirieren und den Konsument:innen als umweltbewusste Entscheidungshilfe dienen soll.

Auf unserem Weg suchen wir sets Mitstreitende – die mit uns vereint Mehr.Wert stiften wollen.

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Das Bild zeigt einen Wanderpfad, der eine Bergkette hinaufführt. Über den Gipfeln strahlt die Sonne

Gründungsmitglieder

Die Mehr.Wert-Pioniere

Thomas Schmidt, CEO GREENZERO, Gründungsmitglied

Thomas Schmidt, CEO GREENZERO

„GREENZERO verfolgt das Ziel, wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz zu vereinen. Wir glauben an den Ansatz der Produktion von Umweltwert nach dem Mehr.Wert-Standard, weil dieser der einzige gesamtheitlich operierende Ansatz auf dem Markt ist, der es ermöglicht, im Einklang mit den planetaren Grenzen zu wirtschaften.“

Martin Schoenitz, OUTDOOR FREAKZ, Gründungsmitglied

Martin Schoenitz, Geschäftsführer, Outdoor Freakz GmbH

„Als Produzent von nachhaltigeren FMCGs wären wir prädestiniert für alle Arten von „Klimaneutral“-Labeln, haben uns aber bisher davon fern gehalten. Erst der ganzheitliche Mehr.Wert-Ansatz, hat uns überzeugt, hier aktiv zu werden.“

Christine Steger, Mann & Schröder Cosmetics Group, Gründungsmitglied

Christine Steger, Geschäftsführerin, MANN & SCHRÖDER COSMETICS GROUP

„Dank des Mehr.Wert-Ansatzes können wir bei der MANN & SCHRÖDER COSMETICS GROUP jetzt ganzheitlich unseren ökologischen Impact messen und an den relevanten Stellschrauben drehen. Die Idee, den ökologischen Preis eines Produktes transparent zu machen, finden wir innovativ und bahnbrechend. Denn nur so können umweltbewusste Entscheidungen getroffen werden. Die Produkte werden dadurch miteinander vergleichbar. Das ermöglicht eine informierte, nachhaltige Kaufentscheidung.“

Zu sehen: Andreas Dautzenberg, Dalli Group, Gründungsmitglied

Andreas Dautzenberg, Leiter Administration, DALLI-WERKE GmbH & Co. KG

„Bei der dalli-group sehen wir es seit Langem als unsere gesellschaftliche Verantwortung, nachhaltig zu wirtschaften. Den Schutz der Umwelt können wir jedoch nicht alleine gewährleisten. Nachhaltigkeit erfordert gemeinsame Anstrengungen! Um unseren ökologischen Fußabdruck deutlich zu reduzieren, müssen wir die Umweltbilanz unserer Produkte und Dienstleistungen bewerten und gezielte Maßnahmen ergreifen, um negative Auswirkungen umfassend zu minimieren.“

Zu sehen: Patrick Zachries, enkelfähig e.V., Gründungsmitglied

Patrick Zachries, Geschäftsführer enkelfähig e.V.

„Als Initiative für zukunftsfähiges Unternehmertum unterstützen wir den Mehr.Wert-Ansatz. Mit ihm können Unternehmen ernsthaft die Transformation vorantreiben.“

Martin Krengel, WEPA Gruppe, Gründungsmitglied

Martin Krengel, CEO WEPA Gruppe

„Für uns als langfristig orientiertes Familienunternehmen sind unternehmerischer Erfolg, der Erhalt natürlicher Ressourcen sowie soziales Engagement eng miteinander verknüpft. Seit jeher ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit in Netzwerken für uns essenziell. Als Mitglied des Vereint Mehr.Wert-Vereins möchten wir mit starken Partnerinnen und Partnern sowie Fachexpertinnen und -experten durch das Renaturieren von Landflächen aktiv zum Umweltschutz und einer nachhaltigen Zukunft beitragen.“

Kerstin Erbe, dm-drogerie markt, Gründungsmitglied

Kerstin Erbe, Geschäftsführerin dm drogerie-markt

„Unsere Zeit birgt Herausforderungen, die uns alle betreffen und die wir alle angehen müssen. Wir bei dm sind überzeugt: Nur die Gemeinschaft kann die Welt von morgen besser machen. Aus diesem Grund begleiten und entwickeln wir den Mehr.Wert-Ansatz seit 2020 aktiv mit. Wenn wir die wahren Kosten von Produkten und Leistungen als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen heranziehen, kommen wir zu zukunftsfähigem Handeln.“

Mitglieder

Die Mehr.Wert-Stifter

Wissenschaftliche Beiräte

Die Mehr.Wert-Begleiter

Die Wissenschaftler:innen aus unserem interdisziplinären Beirat begleiten und beraten uns bei der Weiterentwicklung des Mehr.Wert-Standards sowie bei Forschungsprojekten und weiteren wissenschaftsbasierten Initiativen.

Das Bild zeigt Prof. Dr. Heinz Ahn, Beirat im Vereint Mehr.Wert e.V.

Prof. Dr. Heinz Ahn, Leiter des Instituts für Controlling und Unternehmensrechnung, TU Braunschweig

„Die Weiterentwicklung des Mehr.Wert-Standards wird es auf breiter Linie ermöglichen, umweltbewusstere Kaufentscheidungen zu treffen. Als Beiratsmitglied des Vereins freue ich mich sehr, hierzu einen Beitrag leisten zu dürfen.“

Das Bild zeigt Prof. Sonia Valdivia, Beirätin im Vereint Mehr.Wert e.V.

Sonia Valdivia, Scientific Director, World Resources Forum & Professor at the Leuphana University of Luneburg

“Our societies need bold and ambitious sustainability actions. These require clear guidance and results-oriented solutions. No other standard integrates a compensation mechanism based on a science-based approach and estimation of the externalities. Through this project I aim to see the impacts of the companies embarked in the Mehr.Wert certification journey.”

Das Bild zeigt: Dr. Günther Bachmann, Mitglied wissenschaftlicher Beirat

Dr. Günther Bachmann, Fellow Conservation International, div. Ehrenämter, ehem. Generalsekretär Nachhaltigkeitsrat

„Wir leben im Als-Ob, politisch und wirtschaftlich – als ob wir die Natur ignorieren könnten, als ob wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen geschenkt bekämen, mit einem Bonus für Zerstörung. Wenn das schon kein sofortiges Ende haben kann, müssen wir doch wenigstens das Licht im Tunnel anzünden. Mit Expertise und Ideen unterstütze ich sehr gerne das Anliegen des Vereint Mehr.Wert-Vereins.“

Vorstände und Mitglieder der Geschäftsstelle

Die Mehr.Wert-Zentrale

Das Bild zeigt Anne Lange, Mitglied der Geschäftsstelle

Anne Lange, wissenschaftliche Leitung,
anne.lange@guh-verein.de 

„Gemeinsam gestalten wir eine Welt, in der nachhaltiges Handeln mit Selbstverständnis in allen Lebensbereichen die Norm, die Lebensgrundlage sicher und die Lebensqualität hoch ist – für unsere wie zukünftige Generationen, weltweit.“

Dr. Nicola Gindele, Vorständin

„Als Landwirtin weiß ich, wie wertvoll ökologische Aufwertung für landwirtschaftliche Flächen ist. Ich engagiere mich im Vorstand des Vereint Mehr.Wert e.V., um gemeinsam Lösungen voranzubringen, die unsere Höfe, unsere Umwelt und unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen.“

Das Bild zeigt Jan Köpper, Geschäftsführer

Jan Köpper, Geschäftsführer / Leiter der Geschäftsstelle,
jan.koepper@guh-verein.de

„Resilienz, Innovation, Gemeinwohlorientierung & Stakeholderbefähigung – mit diesen Zielen liegt der Vereint Mehr.Wert Verein direkt am Puls der Nachhaltigkeitsdebatte.“

Das Bild zeigt Dr. Dirk Gratzel, Vorstand des Vereint Mehr.Wert e.V.

Dirk Gratzel, Vorstand,
dirk.gratzel@guh-verein.de

„Die Bewahrung der Schöpfung erfordert einen ganzheitlichen Ansatz und eine Versöhnung von Ökologie und Ökonomie. Beides leistet unsere Initiative, die unternehmerisch agiert, sozial verantwortlich handelt und – für jeden sichtbar – ökologisch validen Mehrwert produziert.“

Das Bild zeigt Stefanie Moritz, Mitglied der Geschäftsstelle

Stefanie Moritz, Marketing & Leitung Kommunikation,
stefanie.moritz@guh-verein.de

„Nachhaltiges Handeln muss endlich attraktiv werden. Kommunikation spielt dabei eine elementare Rolle. Mit dem smarten wissenschaftsbasierten Mehr.Wert-Ansatz als Basis arbeiten wir auf allen Ebenen daran, die Umwelt wettbewerbsfähig zu machen.“